Wirtschaftsförderin Antonia Hingler begleitete die Gäste zu drei Stationen, an denen sich unterschiedliche Facetten kommunaler Entwicklung zeigen: dem Gewerbegebiet Bremer Ring, dem Bürgerhaus Bissendorf und der Kläranlage Bissendorf. Statt ausschließlich über Konzepte und Zuständigkeiten zu sprechen, konnten sich die Gäste direkt vor Ort ein Bild von den Aufgaben und Lösungsansätzen machen.
Am Bremer Ring standen die Entwicklung des Gewerbegebiets und die Ansiedlung von Unternehmen im Mittelpunkt. Die Delegation erhielt Einblicke in die Bedeutung gewerblicher Flächen für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde. Auch die Lagerung von Lebensmitteln sowie der Neubau des Feuerwehrgebäudes für die Ortsfeuerwehren Meitze und Gailhof waren Themen. Dabei wurde deutlich, wie eng Standortentwicklung und öffentliche Infrastruktur miteinander verbunden sind.
Im Bürgerhaus Bissendorf ging es um den Erhalt denkmalgeschützter Gebäude und ihre Nutzung unter heutigen Bedingungen. Die Gäste lernten das Gebäudeensemble und die Umbaumaßnahmen unter Beteiligung der Gemeinde kennen. Das Beispiel zeigte, vor welchen Aufgaben Kommunen stehen, wenn historische Bausubstanz bewahrt und gleichzeitig für neue Nutzungen erschlossen werden soll.
Einen Überblick über die Wedemark vermittelte der Imagefilm über die Gemeinde. Anschließend erläuterte Antonia Hingler in einem Impulsvortrag die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts aus Sicht der Wirtschaftsförderung. Die Gäste stellten zahlreiche Fragen und nutzten die Gelegenheit, einzelne Aspekte zu vertiefen. Im Gespräch ging es auch um Unterschiede zwischen den kommunalen Rahmenbedingungen in China und Deutschland.
„Uns war wichtig, die Wedemark nicht nur im Vortrag vorzustellen, sondern Gemeindeentwicklung an konkreten Orten sichtbar zu machen. Besonders gefreut haben mich das große Interesse und die vielen Fragen unserer Gäste. So konnten wir ins Gespräch kommen und die vorgestellten Themen gemeinsam vertiefen“, resümiert Antonia Hingler.
Die letzte Station führte die Delegation zur Kläranlage Bissendorf. Henning Luttermann, Geschäftsführer der Wedemark Abwasser GmbH, stellte die Anlage vor und erläuterte aktuelle Neuerungen und Umbaumaßnahmen. Damit rückte ein Bereich in den Fokus, der im Alltag häufig wenig sichtbar ist, für das Funktionieren einer Gemeinde jedoch unverzichtbar bleibt: die sichere und zuverlässige Abwasserentsorgung.
Der Besuch verband damit drei Themen, die auf den ersten Blick unterschiedlich erscheinen, in der kommunalen Praxis aber eng zusammenhängen: wirtschaftliche Perspektiven schaffen, vorhandene Gebäude zukunftsfähig nutzen und die technische Infrastruktur weiterentwickeln. Zugleich bot der Austausch Gelegenheit, unterschiedliche Erfahrungen und Herangehensweisen der kommunalen Entwicklung kennenzulernen.