Katharina Sickert hat unter anderem Kunst und Design in Hannover studiert, dort lebt sie heute gemeinsam mit ihrem Ausstellungspartner und Lebensgefährten Tom Otto und Tochter Tilda in der Landeshauptstadt. Auch Tom Otto hat unter anderem seine künstlerische Ausbildung an der Kunsthochschule in Hannover absolviert, war an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland beteiligt.
Für die stellvertretende Vorsitzende des Kunstvereins imago, Vera Burmester eine besondere Einführung in die Ausstellung: „Wir kennen uns sehr lange, haben unter anderem zusammen studiert und sind befreundet“, erläuterte sie dem Publikum, das zur Eröffnung in großer Zahl gekommen war. Der Vorraum des Bürgerhauses war dazu bis auf den letzten Platz besetzt.
Als „erzählerische Kunst“ definierte Burmester die Bilder und Plastiken sowie Objekte, die das Künstlerpaar für die Ausstellung in der Wedemark ausgewählt hat. Bilder von Alltagssituationen, die den Blick auf Details lenken. So ist ein wandfüllendes Bild von Katharina Sickert auf den ersten Blick verwirrend. Es zeigt ein kleines Mädchen auf einem Tritt, dass ganz direkt und offen dem Betrachter entgegen schaut.
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Und das, obwohl hinter ihm der Tod in Form von Skeletten zu sehen ist, ebenso tote Vögel, aufgereiht auf einer Schnur. Das Bild ist nach einer Fotografie entstanden, wie Vera Burmester wissen ließ, als die Tochter im Rahmen einer Ausstellungsvorbereitung in genau dieser Position verharrte. Und auch sie hat als Protagonistin ihren Anteil an der Ausstellung, sie hat nach Aufforderung durch ihre Mutter Szenen auf zwei Bilder mit kindlicher Hand mit einem schwarzen Marker-Stift gesetzt.
Tom Otto dagegen zeigt märchenhaft anmutende Szenen, überwiegend aus Naturmaterialien, die herausfordern, dem ersten Blick einen zweiten, intensiveren folgen zu lassen. Angeregt auch durch die traditionelle Figuren- und Holzkunst des Erzgebirges hat er seine Installationen gefertigt, zum Teil mit sehr filigraner Ausführung. Da darf die Frage gestellt werden, ob es sich um eine einfache Hütte am Waldrand handelt oder aber ein Häuschen, dessen „Ohr“ hinaus in die Welt lauscht. Die Installation „Gier“ dagegen lässt Gedanken an Überfluss wach werden, bildhaft durch überlange Äste eines Baumes dargestellt, dessen längster Ast direkt in das Herz einer menschlichen Figur reicht.
Die Ausstellung ist mittwochs bis freitags in der Zeit von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr geöffnet sowie samstags von 11 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr. Sonntags von 15 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei.