Der 76-Jährige berichtet von dem Brand am 30. September 2024. „Später wurde festgestellt, dass es sich um Brandstiftung handelte“, erklärt Maiwald. „Zum Glück waren wir gerade mit unserem Auto unterwegs. Sonst hätte das auch gebrannt.“
Danach wurden die Garagen saniert. Als im Februar dieses Jahres die Bauarbeiten fast abgeschlossen waren, erhielten Maiwald und ein Freund, der hier ebenfalls eine Garage angemietet hat, eine Mahnung von der Hausverwaltung Palladio Ruhr Zweite Verwaltungs-GmbH. 500 Euro sollte Maiwald zahlen. Es handele sich um die Mietzahlungen der letzten eineinhalb Jahre. Maiwald weigerte sich, der Zahlungsaufforderung nachzukommen. Den Dauerauftrag hatte er nach dem Feuer eingestellt. Sein Freund überwies den Betrag, in der Hoffnung, seine Garage bald wieder nutzen zu können.
Doch das sei auch acht Monate später immer noch nicht möglich, berichtet Maiwald. Der Zustand der Garagen sei weiterhin mangelhaft. Einige der ursprünglich als verschließbare Boxen vermieteten Stellplätze sind nun offen, ohne ein Tor. An mehreren Stellen habe er den Putz von Decken und Wänden bröckeln sehen. „Die Garagen sind weit entfernt davon, nutzbar zu sein“, ärgert sich Maiwald.
Die Kommunikation mit der Hausverwaltung sei schwierig, beschreibt der Rentner den Austausch: „Auf meine Anfragen wird nicht reagiert. Es geht niemand ans Telefon, stattdessen wird nur per App kommuniziert. Aber es dauert immer sehr lang, bis auf meine Anfragen geantwortet wird.“ Seitens der Verwaltung gebe es auch keinerlei Informationen, wann die Renovierung abgeschlossen sein soll.
Auch einen Anwalt hat Maiwald nach eigenen Angaben bereits eingeschaltet. Doch auch dieser Vorgang sei eingestellt worden, weil die Firma nicht reagiert hätte. Auf Anfrage dieser Redaktion gibt die Hausverwaltung an, dass derzeit noch Restarbeiten stattfinden würden. „Sobald diese abgeschlossen sind, werden wir den Teil der Tiefgarage auch wieder öffnen“, bestätigt Olaf Gottstein, Portfoliomanager der Palladio Ruhr, Erste GmbH & Co. KG aus Essen. Er betont, dass während der Arbeiten auch Ausweichparkplätze zur Verfügung stehen. Genaue Angaben dazu, wann die Arbeiten abgeschlossen sind, gibt Gottstein nicht. Für Maiwald und die anderen Mieter heißt es also weiterhin: geduldig sein und abwarten.