Erster Abschnitt geschafft, zweiter verschoben
Zwischenbilanz zur Sanierung der Langenhagener Straße: Arbeiten werden vor Weihnachten fertig

Gesperrte Kreuzung: In Schulenburg treffen die Langenhagener Straße und die Hannoversche Straße aufeinander. Im Hintergrund ist der Hinweis auf die nur 100 Meter danach folgende Autobahnauffahrt zu sehen - bis zur dortigen Brücke wären die Arbeiten vom Land Niedersachsen erfolgt, die Straßensanierung wurde jedoch ins Jahr 2027 verschoben.Foto: Stephan Hartung
Schulenburg (. HG). Mehr als die Hälfte ist schon geschafft: Von Juli bis Dezember dauert der Straßenausbau der Stadt Langenhagen auf der Langenhagener Straße. Die bisherige Bilanz: Es hätte rund um Schulenburg und Engelbostel noch schlimmer kommen können, trotz zeitweiser Staus und mehr Verkehr auf der Umleitung blieb der von einigen befürchtete Verkehrskollaps aus. In der Praxis wichen viele Autofahrer auf die Umgehung durch Godshorn oder von Langenhagen kommend über die A352 von der Auffahrt Flughafen bis zur Anschlussstelle Engelbostel aus.

Ganz nach Plan läuft die Sanierung allerdings nicht. Die ursprünglich geplante Anschlusssanierung der Hannoverschen Straße nördlich der Autobahn-Anschlussstelle (A352) bis zum Kreuzungsbereich zur Langenhagener Straße wurde verschoben.

Zunächst zur Bilanz des ersten Abschnitts: Der Straßenausbau begann im Juli am Ortseingangsschild Schulenburg und endet hinter der südlichen Einmündung der Alten Landstraße (Hausnummern 76 bis 80). Die Langenhagener Straße erhält westlich von der Einmündung Dorfstraße eine Bedarfsampel – das wurde in Schulenburg schon lange gefordert. Auf der Dorfstraße wird eine Induktionsschleife zur Aktivierung der Ampel eingebaut. Der Zeitplan für diesen ersten Teil der Sanierung wird nach Auskunft der Stadtverwaltung eingehalten. „Die Fertigstellung ist weiterhin vor Weihnachten vorgesehen“, sagt Nina Göhlert, Sprecherin der Stadt Langenhagen. Deutlich zu erkennen ist ab dem Ortseingangsschild von Schulenburg: Im ersten Bauabschnitt wurden Arbeiten vom östlichen Ortseingang bis zur Hausnummer 67 abgeschlossen. Die Masten der Ampel stehen bereits. „Die Ampel wird nach Abschluss der Bauarbeiten in Betrieb genommen“, sagt Göhlert. Der nächste Abschnitt, von der Hausnummer 67 bis etwa zur Alten Landstraße, soll nun folgen. Die Behinderungen: Groß waren zunächst die Befürchtungen einiger Anlieger, vereinzelte Grundstücke könnten aufgrund der Arbeiten nur noch schwer erreichbar sein. „Die Erreichbarkeit der privaten Grundstücke war während der Bauarbeiten jederzeit zu Fuß gewährleistet. Beschwerden gab es nur vereinzelt“, resümiert die Stadtsprecherin. Schwierigkeiten gab es wohl, weil Müllfahrzeuge einige Grundstücke nicht mehr anfahren konnten. Bei einer Informationsveranstaltung im Juni in Engelbostel erfuhren die Anwohnerinnen und Anwohner, dass die Bauarbeiter die Mülltonnen zu einem Sammelplatz ziehen würden. Dass das funktioniert, erschien fraglich. „Das hat nach vorliegenden Rückmeldungen gut geklappt“, sagt Göhlert. Eigene Nachfragen der Redaktion bei Anliegern bestätigt diese Einschätzung.

Die Verkehrsströme: Seit dem Beginn der Bauarbeiten ist die Kreuzung Hannoversche Straße/Langenhagener gesperrt – damit ist das Nadelöhr schlechthin dicht. Große Kritik gab es für die weitreichenden Umleitungen – die den Verkehr weiträumig durch das Gewerbegebiet rund um die Münchner Straße zurück auf die Vinnhorster Straße und von dort über Vinnhorst und Schulenburg-Süd nach Engelbostel leiten.

Nun zur Planänderung. Die betrifft die Anschlusssanierung eines kleinen Abschnitts der Hannoverschen Straße, von der Kreuzung zur Langenhagener Straße bis zur Autobahn-Anschlussstelle. Das Land Niedersachsen wollte damit eigentlich in den Herbstferien starten. „Wir haben nicht die nötigen personellen, technischen und organisatorischen Ressourcen zur Verfügung“, sagt Patrick Zinram, Sprecher der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Die erhoffte gebündelte Abwicklung mit der benachbarten Baustelle lasse sich daher nicht realisieren, sagt Zinram. Daher verschiebe das Land die Sanierung ins Jahr 2027.

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