„Wo gute Stimmung herrscht, können Kinder gut lernen“
Maximilian Tadje ist neuer Schulleiter an der Grundschule Krähenwinkel – was hat er vor?

Jung und ambitioniert: Der 31-jährige Maximilian Tadje leitet künftig die Grundschule Krähenwinkel.Foto: Katerina Jarolim-Vormeier
Krähenwinkel (jar). Der Schulträger und die Grundschule haben ihr Ja gegeben. Noch fehlt das Okay des Bezirkspersonalrats. Aber mit der Zusage rechnet Maximilian Tadje nach den Herbstferien, die jetzt zu Ende gehen. Solange ist der 31-Jährige noch kommissarischer Schulleiter der Grundschule in Krähenwinkel. Tadje tritt die Nachfolge von Petra Albutat an, die jetzt eine neu gebaute Ganztagsgrundschule in Seelze-Süd leitet.

Die Arbeit im Primärbereich ist für Tadje eine Herzensangelegenheit. „In der Grundschule legt man die Basis“, ist er überzeugt. Als Grundschullehrer bringe man den Kindern Mit- und Selbstbestimmung bei, sagt der Mathematiklehrer. Tadje möchte viele Jahre in Krähenwinkel bleiben. Der persönliche Kontakt zu den Mädchen und Jungen sei wichtig, wie auch immer für sie ansprechbar zu sein.

260 Schülerinnen und Schüler zählt aktuell die Grundschule an der Wiesenstraße. Jeder Jahrgang ist dreizügig. Unter den insgesamt 23 Kolleginnen und Kollegen ist Tadje der Hahn im Korb. Dem einzigen männlichen Lehrer an der Schule ist wichtig, dass die Kinder sehen, dass es auch Männer an der Grundschule gibt, sagt der ambitionierte Lehrer.

Seine erste Stelle trat Tadje an der IGS Roderbruch an. Danach wechselte der junge Pädagoge an die IGS Süd, die heute Leo Liber Gesamtschule heißt. Dort leitete der gebürtige Nordheimer den Primärbereich, sprich die Jahrgänge 1 bis 4. Ab Januar 2026 wurde Tadje jeweils mit einer halben Stelle an der Grundschule Krähenwinkel und an der Hermann-Löns-Schule in Langenhagen abgeordnet. Die kommissarische Schulleiterstelle hat der 31-Jährige seit Anfang August inne.

Weil Schimmel und eine feuchte Bodenplatte im Gebäude auftraten, sind zwei Klassenräume in der Grundschule gesperrt. Deshalb hatte die Stadt schräg gegenüber rote Container aufgestellt. Dort sind vorübergehend, bis der notwendige Neubau errichtet ist, sechs Klassenräume und der Verwaltungstrakt mit Schulleiterbüro im Obergeschoss untergebracht. Noch ist Tadjes Arbeitsplatz sporadisch eingerichtet. „Das wird sich im Laufe der Jahre ändern“, sagt er.

Das Lehrerzimmer ist und bleibt im Bestandsgebäude. „Eine Spaltung des Kollegiums an den zwei Standorten wäre denkbar unglücklich“, sagt der aktive Judosportler. Indes lobt Tadje sein tolles Kollegium. Das sei ein Vorteil. „Wo gute Stimmung herrscht, können Kinder gut lernen.“

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