Rund 160 Rassehühner, Tauben und Gänse wurden gezeigt
Zuchtverein in der Wedemark hat neuen Standort gefunden

Auch dieser prächtige Hahn war bei der Ausstellung zu bewundern.Foto: Gabriela Vrobel
Meitze (Jo).
Ein bisschen erinnerte die jüngste Geflügel-Ausstellung des Rasse- und Geflügelzuchtvereins Wedemark an vergangene Zeiten, als der Verein noch seinen Standort in Wiechendorf hatte, das alljährliche Hähnewettkrähen auf dem Gelände Volksfestcharakter hatte und vor allem die Park- und Ziervögel-Ausstellungen immer wieder die Besucherinnen und Besucher anzogen.

In dieser großen Form gehören die Ausstellungen mittlerweile der Vergangenheit an, wie Karsten Langehenning, 2. Vorsitzender des Vereins, erläuterte: „Es gibt leider immer weniger, die auch züchten und das gilt vor allem für das Ziergeflügel,“ erklärte er. Wohl aber die Hühnerzucht und die von Gänse oder Tauben hat nach wie vor ihre Liebhaber, die jetzt die Ergebnisse ihrer Zuchtarbeit zum ersten Mal im Saal des ehemaligen Gasthauses Langehennig präsentieren konnten.

„Wir haben vorher schon mehrfach Ausstellungen im benachbarten Schützenhaus aufgebaut, aber dort stand nur begrenzter Platz zur Verfügung.“ Der Saal der ehemaligen Gaststätte seiner Eltern biete dagegen fast genauso viel Raum wie am früheren Standort und erlaube auch ein kleines Beiprogramm für die Kinder und Besucher, die sich einfach nur an der Pracht der gezeigten Tiere freuen wollen, ohne den Blick eines Wertungsrichters: „Wir werden jetzt die Räumlichkeiten unserer alten Gaststätte als Vereinssitz nutzen“, erklärte er.

So gehörte am vergangenen Ausstellungswochenende ein üppiges Kuchen- und Tortenangebot genauso dazu, wie das Schnitzen von Halloween-Kürbissen für die jüngsten Gäste, es gab einen Maltisch und auch kniffelige Quizfragen galt es zu lösen. Die Kinder freuten sich besonders an einem Seidenhuhn, um das sich ihre winzige Kükenschar gesellt hatte. An dieser Voliere gab es eine weitere Besonderheit zu entdecken: 21 teilbare „Eier“ konnten geöffnet werden und gaben so den Blick auf die gesamte Entwicklung bis zum Schlupf frei. Für die Kinder aber auch für manchen Erwachsenen eine spannende Erfahrung, die Reife der Küken auf diese plastische Weise zu sehen.

Für die Züchter der verschiedenen Hühner-, der Tauben- und der Gänserassen dagegen spielte die Bewertung der rund 160 ausgestellten Federtiere die Hauptrolle: Vereinsmeister Federfüßige Zwerghühner wurde Ernst Janßen aus Neustadt, bei den großen Hühnern gewann Jürgen Huth aus Buchholz/Aller den Titel und bei den Tauben wurde Bernhard Hay aus Bad Fallingbostel Sieger. Gerne würde es Karsten Langehennig sehen, wenn sich wieder mehr Menschen und auch gerne Jugendliche für die Zucht von Geflügel interessieren würden. Er hat festgestellt, dass es viele Familien gibt, die sich eigene Hühner halten, um deren Eier zu bekommen: „Es wäre schön, wenn sich der ein oder andere für die Rassezucht interessieren würde, auch, um die Vielfalt zu erhalten.“

Er machte darauf aufmerksam, dass auch Rassehühner sehr wohl gute Eierlieferantinnen seien: „Wir haben in der Ausstellung hier mit Sam Knopp aus der Wedemark nur einen einzigen Jung-Züchter gehabt, der Federfüßige Zwerghühner gezeigt hat. Vielleicht gelingt es irgendwann wieder eine Jugendgruppe aufzubauen.“



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