„Ein bisschen stinkt es schon!” stellte Ruben fest, als die Gruppe die Aussenanlage betrat.
„Ja, das stimmt. Aber ich rieche es schon nicht mehr”, bemerkte Luttermann. „Schaut mal her. Hier in den großen Behältern seht ihr all das, was zu Beginn aus dem Wasser in der Rechenanlage herausgefiltert wird. Viele Dinge gehören nicht in das Abwasser! Zum Beispiel Essensabfälle oder Feuchttücher.” Danach folgte eine Reihe von unterschiedlichen Becken. Über einen belüfteten Sand- und Fettfang gelangt das Abwasser in die biologisch-chemische Reinigung. Hier helfen Milliarden von Nutzbakterien unter Beteiligung von Sauerstoff, organische Schmutzstoffe abzubauen. Bis endlich das Wasser nach zwei Tagen der Natur - hier in Bissendorf dem Johannisgraben - zugeführt werden kann, gelangt es noch in ein Nachklärbecken. Hier wird der Überschussschlamm abgepumpt und im Faulturm wird er von Bakterien zu Faulgas abgebaut. „Dieses Gas kann dann sogar in Strom und Wärme umgewandelt werden”, erklärte Luttermann. „Und wir planen eine weitere Verbesserung, die vierte Filterstufe. Wir wollen noch Rückstände wie zum Beispiel die von Medikamenten oder Mikroplastik herausfiltern können.”
Nach gründlichem Waschen der Hände und mit vielen neuen Eindrücken wurden die NAJUs vom Geschäftsführer mit freundlichen Worten verabschiedet: „Es ist toll, dass ihr so viel Interesse mitbringt und euch für die Natur in der Wedemark interessiert.”