Anschließend führte Reinhard Riedel die Gruppe in die Welt der Typografie. Welche Schrift passt zu einem ernsten historischen Thema? Wie sorgen Schriftgröße, Zeilenabstand und Seitenaufbau dafür, dass Texte gut lesbar bleiben? Und wie können Farben und Papier die Wirkung unterstützen?
Dabei wurde deutlich: Gestaltung ist kein bloßer Schmuck. Sie trägt dazu bei, ob Geschichte verständlich wird, Aufmerksamkeit findet und Menschen erreicht. Die vermittelten Typografie-Regeln können die Teilnehmenden auch in ihren eigenen Projekten einsetzen. Außerdem ging es um Druckereivergleiche, Kosten, Auflagen und die spätere Verteilung des Booklets.
Der Workshop und das geplante Booklet werden im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) übernimmt mit Unterstützung des Landkreises 80 Prozent der Kosten. Die Volkshochschule Heidekreis verwaltet die Fördermittel gemeinsam mit dem Landkreis. Christian Kroll, Projektkoordinator für die über „Demokratie leben!“ im Heidekreis geförderten Projekte, schaute beim Workshop vorbei und erlebte mit, wie sich die Teilnehmenden mit Quellen und Gestaltung auseinandersetzten. Das Booklet soll in einer Auflage von 5.000 Exemplaren erscheinen und auch Schulen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Dass der Nachmittag gut ankam, zeigen die Einträge im Gästebuch der „Bleilaus“. Auch per E-Mail kamen positive Rückmeldungen. Eine Teilnehmerin schrieb: „Ich bedanke mich für einen hochinteressanten und gut vorbereiteten Nachmittag.“ Damit der Druckauftrag ausgeführt werden kann, müssen noch 500 Euro zusammenkommen. Die Erlebniswerkstatt Buchdruck-Museum Soltau e. V. bittet deshalb um Spenden auf eins ihrer Vereinskonten, Stichwort „Typografie und Erinnerungskultur – Soltauer Pogrom“: Kreissparkasse Soltau, IBAN: DE33 2585 1660 0055 1634 71 oder Volksbank Lüneburger Heide eG, IBAN: DE21 2406 0300 2418 8522 00. Spenden sind steuerlich abzugsfähig; Zuwendungsbestätigungen stellt der Verein aus.