Lars Barlsen strebt mehr Effektivität und Effizienz im Rathaus an
Neuer Langenhagener Bürgermeister beginnt seinen Dienst am 1. November

Ist im Langenhagener Rathaus ab morgigem Sonntag Hausherr: der neue Bürgermeister Lars Barlsen. Foto: Oliver Krebs
Langenhagen (ok). 
Das Dienstzimmer des Langenhagener Bürgermeisters bekommt ein neues Outfit: Das neue Stadtoberhaupt und bisheriger Polizeibeamter bringt zwei Accessoires mit, die ihm sehr wichtig sind. Zum einen eine Patchsammlung vom G7-Gipfel in Ellmau, zum anderen einen Berliner Buddy-Bären als Zeichen einer weltoffenen Bundeshauptstadt.

Ob noch Utensilien seiner Lieblingssportart Inline-Hockey dazukommen, weiß Lars Barlsen (SPD) nicht. Aber sein Hauptaugenmerk liegt auch nicht auf der Einrichtung seines Büros, das er am 1. November bezieht, sondern auf der intensiven Vorbereitung auf sein neues Amt. Absprachen, die Barlsen im Wesentlichen mit der Ersten Stadträtin Janina Schmidt trifft, damit der Start reibungslos über die Bühne gehen kann.

Lars Barlsen will die Stadtverwaltung weiterentwickeln, moderner und intensiver machen, neue Wege gehen. Barlsen: „Wir müssen Abläufe in der Verwaltung verschlanken, effizienter und effektiver gestalten.“ So könne beispielsweise Künstliche Intelligenz (KI) Prozesse abnehmen und Freiräume schaffen. Der richtige Weg könne nicht nur sein, neues Personal einzustellen. Das Sicherheits- und Ordnungsthema spielt bei Lars Barlsen eine große Rolle. Der Sozialdemokrat will zwar keine „Polizei 2.0“ schaffen, aber doch die Zusammenarbeit zwischen Ordnungsdienst und Ordnungshütern intensivieren, auch interkommunal agieren. „Wir müssen das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger erhöhen“, lautet Barlsens Maxime. Die Arbeit mit dem neuen „bunten Rat“ werde er professionell angehen, auch mit der AfD, deren Werte er grundsätzlich nicht teile. Anfrage der Partei werde er aber wie Anfragen anderer Parteien behandeln. Die Ausschreibung für die neue Dezernentin oder den neuen Dezernenten in Sachen Bildung und Soziales laufe noch bis Mitte November. „Wichtig ist nicht nur der fachliche Background, sondern auch, dass die neue Führungskraft in den Verwaltungsvorstand passt.“ Nach seinen Informationen ist die Zusammenarbeit da ja bisher ausgesprochen gut gewesen.

Für die erste Zeit hat Barlsen eine ganze Menge Themen auf seiner To-Do-Liste: Angefangen vom Baustellenmanagement über Kinderbetreuung und Investitionsmaßnahmen, für die er konsequent Fördermittel ausschöpfen möchte, bis hin zum Müllproblem und den beiden großen Baustellen Finanzen und Wirtschaft. Gerade, was die Wirtschaft angeht, so sieht Lars Barlsen in der Flughafenstadt eine Menge Möglichkeiten. „Langenhagen ist nach wir vor ein Filetstandort.“ Nicht zuletzt deshalb ist der 32-Jährige optimistisch in Sachen Nachfolgelösungen für die beiden Leerstände Reemtsma und Hellweg an der Westfalenstraße und Brüsseler Straße. Und eines ist auch klar: Der neue Verwaltungschef Lars Barlsen – er ist in Langenhagen aufgewachsen und wohnt in der Kernstadt - wird in nächster Zeit viele Stunden in „seinem“ Bürgermeister-Zimmer am Marktplatz verbringen.

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